Knecht - Montag, 22. Dezember 2008 1:10 Uhr nachts
Der andere Weg
Frage: Warum ist kaum ein Mann bereit, eine ähnliche Opferbereitschaft bezüglich der Nächstenliebe wie die Frauen zu leisten? Warum zeigt sich nur im Ansatz die Bereitschaft dazu, zumindest bei den mir bekannten Männern?
Antwort:
Die meisten auch Meiner Kinder haben sich in die Sexualität verrannt, und all ihr Verhalten zeigt dies deutlich und ist – was dir auch aufgefallen ist - bei den Männern auch stärker zu beobachten als bei den Frauen. Aber bei den Frauen gibt es dafür jenes seelengute Verhalten zu beachten, mit dem sie sich aber ebenfalls im Wege stehen.
Erst wer konsequent sich von der Lust abwendet, erst derjenige hat auch die Angst überwunden, doch das ist den Männern der westlichen Lebensart schier unmöglich, und deshalb rate Ich dir, daß du darüber auch nicht weiter grübelst. Belasse sie, wie sie sind und suche dir dort keine Brüder, wo noch Freunde des Fleisches hausen. Du hast ja zuletzt doch erkennen müssen, welch wichtige geistige Arbeit durch die Fleischesgier blockiert wird und wie stark der Fleischtrieb noch für den einen oder anderen ist und zu welch groteskem Verhalten bis hin zu den unsinnigsten Verleumdungen solches führt. Wieder einmal sind die geistig sehr guten Ansätze nicht weiter ausgebildet worden, allein Ich aber weiß auch bei diesen noch allezeit das rechte Mittel, um sie in ihrer Brunst abzukühlen, damit diese Krankheit ihrer Seele sie nicht bis in den tiefsten Grund der Hölle führt. Wohl dem, der sich beizeiten von Mir kurieren läßt, allerdings sind gegenwärtig nur wenige Männer dazu bereit, sich in all der Disziplin des Fleisches zu enthalten, und wem das dann nach viel Überwindungen gelungen ist, dem steht ja noch die große Aufgabe bevor, die Seelenschlacke loszuwerden, und dazu müssen auch wieder all die Verleumdungen und Demütigungen seitens anderer herhalten, damit der Fortschritt der guten Seele weiter gedeiht, und von daher kannst du bei dir die planmäßige Erfüllung Meiner Ausbildung erkennen, denn du stehst im Kleinen ebenso am Pranger, wie Ich im Großen für euch alle stand.
Die kranke Welt zeigt ja mit Haß und Wut auf die reineren Kinder Gottes, denn ihr ist alles Reine und Edle verhaßt, weil sie in euch ihre eigene Dunkelheit fürchtet, denn ihr beleuchtet ihre Tiefen, und das empfinden sie in ihrer Unreife als Qual. Durch diesen Prozeß der ständigen Auseinandersetzung mit solchen unreifen Kindern, erhöht sich die Geschmeidigkeit eurer Herzen und die Demut steigt, das Maß des Ertragens all der Ungerechtigkeiten, die von diesen doch sehr kranken Seelen ausgehen, nimmt zu und eure Kraft zur Löse dieser von ihrem Fleisch geknebelten Menschen steigt, so wie auch bei dir die Liebe und das Mitleid für deine noch sehr geknechteten Schwestern und Brüder gestiegen ist, jenen, die nicht so können wie sie wollen und die deshalb zwischen Angst und Lust zerrieben werden.
Ich rufe viele Meiner Söhne auch vorzeitig ab, damit sie ihre Frauen nicht unnötig von Mir abhalten. Diese Männer können im Jenseits zwar nicht unbedingt leichter von dieser Sucht geheilt werden, aber sie verpesten wenigstens nicht ihre eigene Familie und sie ziehen ihren Ehegefährten nicht unnötig in das Reich des Gegners. Die Krankheiten, an denen sie sterben, sind nur die Folge ihrer sinnlich-geschlechtlichen Einstellung, und solange diese Einstellung ihren primären Lebensinhalt bedeutet, solange siechen sie auch dahin. Es ist die Syphilis ja sehr deutlich als Zeichen des Siechtums und des Niedergangs des menschlichen Geschlechts gebranntmarkt, aber daß im Prinzip jeder Mensch durch diese Lustseuche des adamitischen Falls bedroht ist und daß an ihr noch immer die meisten Menschen sterben, vor allem die Männer, das werdet ihr nicht gerne hören wollen. Die mit den üblichen Namen wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall etc. bezeichneten Krankheiten sind ja nicht das, was die Ärzte in ihrer Betriebsblindheit darüber aussagen, sondern sie entstammen alle aus der sexualisierten Einstellung der Menschen, entstammen also, wie die Syphilis, aus der Angst und Lust.
Doch das will, wie gesagt, im Westen freilich keiner hören, denn die Folge, so dies allgemein akzeptiert würde, wäre ja auch die Erkenntnis, daß und wieweit man geistig schon verblödet (des Geistes entblößt) ist, und genau das ist auch der Fall, denn der typisch westliche Mensch weiß von den wahren Lebenstatsachen ebensowenig, wie der in seiner Natur belassene Eskimo von der Sonne Afrikas. Durch diese sinnliche Einstellung ist das Denkvermögen gerade für geistige Wahrheiten extrem reduziert, und was ihr für die typischen Merkmale der Syphilis haltet, jene Demenz und geistige Umnachtung, beginnt ja schon damit, daß der Mensch nur mehr ein grober Betaster des Fleisches geworden ist und von Meiner Seligkeit nichts weiß und wüßte er es, es dennoch für sich selbst nicht will.
Von daher sterben gerade diese Menschen in geistiger Not und in großer Angst und Ohnmacht, und von daher ist diese Arbeit von Mir aus besonders gesegnet, die solchen Menschen hilft und sie aufklärt oder sie, wie in den Altenheimen selten möglich, mit all der geistigen Liebe begegnet, um ihnen wenigstens am Lebensabend noch Heil und Segen und Trost von Mir aus zu spenden. Wer von Meinen Kindern aus seiner Angst und Not, in welchen Zuständen auch immer, freikommen will, der muß eben einen anderen Weg gehen als dies gemeinhin üblich ist, und da nutzt es nichts, daß man sich diesen Weg nur lesend und erzählend vorstellt, sondern da sind nun einmal all die harten Bandagen, die Fesseln und Knebel der Welt und ihrer Akteure auszuhalten und freizulieben, nicht nur jene Fesseln, die ihr im Religiösen erlebt.
Deine Frage zielte nun auch ein wenig tiefer, und von daher will Ich diese Tiefe auch ein wenig streifen und noch einmal auf die Angst eingehen, welche gerade viele Männer, die sich um die Freiwerdung von den religiösen Themen bemüht haben, dann aber doch in den anderen Bereichen erleben. Es ist die Bewußtwerdung des religiösen Dogmas, so wie die Kirchen es leben, nun auch nichts Besonderes für Meine Söhne, die über ein wenig mehr Geistkraft verfügen als dies allgemein der Fall ist, denn sie haben freilich ein wenig geübt, sich der Sexualität zu enthalten. Doch mit ein wenig hier und ein wenig dort ist niemandem geholfen, und am wenigstens ihnen selbst, weil zum Niederreißen der dogmatischen Mauern nicht nur in der Religion, sondern auch der Medizin, der Wissenschaft, der Wirtschaft und so fort, ja keinesfalls nur ein wenig Energie vonnöten ist, sondern dazu braucht man alle Kraft, derer man habhaft werden kann. Und weil alle Kraft haben bedeutet, daß man sich dazu auch all diese Kraft von Mir zu eigen machen müßte, so reicht es nicht aus, hier und dort ein wenig zu mauscheln, hier und dort nur sehr kräftig gegen den religiösen Wahn zu eifern, ohne aber selbst die entsprechende Nächstenliebe zu haben, hier und dort nur gegen die Sexualität zu streiten, ohne aber selbst sich Brüder und Schwestern verschafft zu haben, hier und dort nur Kompromisse in der Medizin, der Technik usw. zu machen, ohne aber selbst die Abhängigkeit von diesen zu unterbinden. Nein, dazu muß man sich tatsächlich in all der Festigkeit ermannen, die benötigt wird, um die Mauern von Angst und Lust, anders gesprochen, um die Sklaverei der Sinnlichkeit zu erkennen und zu überwinden, damit man nicht, wenn man die Abhängigkeit von den großen Kirchen verhindert hat, dann jedoch in eine umso größere seitens der Ärzte, also von Medizin und Wissenschaft gerät.
Dann schon lieber bei den kirchlichen Dogmen verweilen, denn dort ist der Bezug zu Mir noch weitaus stärker als dies in der Medizin, der Wissenschaft oder wo auch immer der Fall ist. Dadurch, daß viele Meiner Söhne die Abhängigkeit von der Sexualität nicht wahrhaben wollen und wenn doch, sie dann aber andererseits die Abhängigkeit von ihrem luziferischen Verstand für undenkbar halten, freilich, denn das ist ja gerade das Zeichen ihrer Abhängigkeit, dadurch können sie in der Nächstenliebe nicht die Höhe und Reife erreichen, die viele Meiner Töchter zu erreichen imstande sind. Wer gerade so eben die Dogmen der Kirche erlebt hat und sie unbeschadet seiner Seele überwindet, der steht ja dann in dem dieser Kirche folgenden Prozeß, daß er nun auch die umso schlimmere Medizin und die Auswüchse der gottlosen Wissenschaft erkennen und überwinden sollte, ganz zu schweigen von der Politik und dem ganzen Apparatismus, den der Staat durch die immer stärker werdende Materialisierung seiner Ängste durch das Entschwinden des Geldes und deren Werte erlebt.
Die Überwindung des religiösen Dogmas bedeutet nur die Initialzündung, daß solch ein Mensch dann auch bereit sein kann und es auch sollte, nun mit Mir zusammen, mit Mir als seinem Vatergeist innerhalb seines eigenen Geistes, mit Mir als sein Ein und Alles innerhalb seines Bewußtseins, sich dann konsequent dem Prozeß der Nächstenliebe zu stellen, um mit Mir zusammen die Mauern seines Verstandes, die Fesseln seines Herzens und die Angst seines aus der Entfernung zu Mir gebildeten Ichs zu überwinden, damit nun endlich auch die Gebote für ihn bestimmend sind, damit nun endlich auch der Himmel auf Erden für ihn Gestalt annimmt.
Aber welcher Mann wäre dazu bereit und würde konsequent weiterschreiten und nicht wieder den Zuspruch der Welt in Anspruch nehmen, weil er vielleicht ganz leicht ein kleinstes Dogma innerhalb seiner Ichstruktur erkannt hat und sich die etwas größere Freiheit seines Bewußtseins mit einer größeren Machtausübung gutschreibt und sich dafür belohnt, daß er sich von Mir ein wenig aus den Mauern seines Bewußtseins hat hinausführen lassen. Oh, welch große Toren sind doch gerade auch Meine Söhne, die sich sonderlich viel darauf einbilden, daß sie gerade so eben einmal gelernt haben, die Finger aus dem einen Bereich zu lassen, doch in dem nächsten stecken sie sogleich ihren ganzen Arm hinein. So wird das nichts, und von daher müssen wir auch nicht weiter über den Umstand reden, warum die Männer noch so ziemlich rar gesät sind, die auch über den kirchlichen Rahmen hinaus ganz an Meiner Seite verbleiben und nicht voller Panik Mich verlassen und sich den Göttern in Weiß zuwenden, wenn sie ein kleines Wehwehchen an ihrem Körper plagt, welches allezeit nur aus ihrer geistigen Trägheit stammt und daß sie gerade dann an Meiner Seite verbleiben sollten, um sich diese Prüfung ihrer Liebe und Nächstenliebe gefallenzulassen, denn ohne Öl wird kein Lämpchen brennen, d.h. wer der Angst um seinen Körper wegen Mich da wieder ins Abseits fabriziert, der mag auch sein Seelenheil bei denjenigen finden, die zwar den Körper betasten, ihn wiegen und messen, die sich also um die Materie sorgen, doch die die Seele nicht kennen.
Wer um sein Seelenheil bemüht ist, der bewege sich auch zum Heiland seiner Seele und verbleibe nicht nur bei Ihm, weil es des schönen Gefühls und der anderen Umstände wegen so gut und leicht paßt. Nein, wenn der Mensch ernstlich weiterkommen will, so bleibe er auch beim Meister seiner Seele, wenn es ihn selbst nicht befriedigt, weil er wieder nur andere Mittelchen und Balsam aus dem Reiche der Menschen gebraucht. Nicht der Weg der schönen Gefühle und der wunderbaren Umstände führt zum Ziel, sondern es ist nur der Weg der rechte, der sich auch von den Gefühlen, an denen sich die eigene Seele berauscht, wieder freimacht. Wer mühselig und beladen ist, der bleibe auch bei Mir und er lasse Mich nicht wieder seiner eigenen Götter wegen stehen, die ihn doch krankgemacht haben.
Die Mediziner als Götter des Fleisches mögen ja das Fleisch behandeln wie sie wollen, aber aus Fleisch wird keine Seele, und die Männer, die sich zuviel mit ihrem eigenen Fleisch und dem Fleische ihrer Frauen gütlich getan haben, tun letztlich auch nichts Gescheiteres, wenn sie anschließend zum Meister des Fleisches, der in ihrem Arzt vorgebildet ist, gehen, um von ihm das Heil ihrer Seelen zu erwarten. Aber die verkehrte Welt wählt allezeit noch das Verkehrte, und wäre es anders, dann wäre es ja nicht die Welt.
Amen. Amen. Amen.