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Bayless
Conley's Internetpräsens wurde Anfang 2007 erneuert, so das
leider die älteren Predigten ins Nirvana des Netzes
entschwanden. Da ich persönlich diese Predigten, mit
Beispielen aus dem täglichen Leben z.T. sehr Hilfreich und ansprechend finde,
stelle ich einige ausgewählte unter Downloads
zur Verfügung. Darunter findet man Manuskripte von Bayless
Conley
Ich
rufe oft umsonst Magd
- 18. März 1999 In vielem habt ihr nicht die rechte Erkenntnis, was rechtens und gut ist und daher auch nicht das rechte Einsehen, was ihr heilbringend in erster Linie für eure Seele von Mir, dem Retter, euch erbitten sollt. Ihr lebt oft so unkonzentriert und gedankenlos in den Tag hinein, so daß es keine Möglichkeit gibt, das wirklich Effektive für Seele und Geist herauszukristallisieren und auf den Punkt zu bringen, geschweige zu erkennen, was notwendig und zukunftsträchtig sich lohnt, anzustreben und zu realisieren. Daher gab Ich euch ja die Gebote als eine wunderbare Richtlinie, an der ihr euch gar leicht orientieren und danach richten, ja, euer Lebensziel danach ausrichten könnt. Wie viele Meiner werden-sollenden Kinder und auch du, Meine schwache Schreiberin, ruhen sich nach ausgestandenen Anfechtungen und Kämpfen, die sie ja doch nur mit Meiner Hilfe bestanden haben, auf sogenannten eingebildeten Lorbeeren aus und fangen gemütlich an, wieder geistig-seelisch den Berg hinabzurutschen, bevor Ich Meinen weisen Finger auszustrecken gezwungen bin, um die Talfahrt ehestens wieder aufzuhalten. Und der Schub, mit dem ihr dazu gestoppt werdet, ist schon wieder ein neuer Rüttler, den Meine weise Liebe euch gar oft versetzen muß. Darum höret unaufhaltsam auf Meine leise Stimme und achtet Meiner mit mehr Aufmerksamkeit, so daß die Bergexpedition des Lebens nicht gar zu häufig Rast einlegen muß und gar in ihren Weisungen Rost an- " setzt, es euch daher immer wieder schwer fallen muß, den Troß in gemächlicher Bewegung vorwärts zubringen. Bleibet in geistiger Bewegung auf Mich, das einzig wahre Ziel eures elenden Erdenlebens, ausgerichtet. Setzet die Sorgen beiseite und betet für eure Nächsten und auch Feinde, so wendet sich euer Blick immer mehr von euch selbst weg hin zu Mir und den Mitmenschen, die - doch gar oft elend erblindet - der Welt huldigen und oft keine blasse Ahnung haben vom Woher und weit mehr noch vom Wohin. Wie viele Lawinen, Meereseinbrüche und Feuerfluten müssen denn noch hereinbrechen, um den stolzen Bewohnern der Erde zu zeigen, wer der Herr und auch ihr Meister ist? Wie oft lasse Ich die Sonne scheinen im wolkenfreien Himmel, um die verhärteten Herzen aufzuweichen! Doch viele stoppen nicht ihr wildes Tun, hören nicht die Stimme Meiner Propheten, erkennen nicht ihr Ziel und was Ich ihnen bereiten will, so sie Meine sanfte Lehre gar leicht befolgen. So rufe Ich zur Zeit oft umsonst, und die Jahrtausendwende wird Mir spärliche Ernte bringen. So setze Ich vermehrt Meine Erntearbeit auf anderen Sternen und Sonnen fort, und Meine eigenen, berufenen Kindlein muß Ich schmachten lassen in ihrem selbst erwählten Mammon und falschen Glanze. Viele werde Ich wohl drüben noch zurechtbringen, aber das wird den Meinen und Mir ein rechtes Stück Arbeit mehr bedeuten. Daher bedenket wohl: Jetzt auf der Erde habet ihr es so viel leichter, noch die Gotteskindschaft zu erreichen. Ich will euch Gnade über Gnade schenken, auch für die, für die ihr bittet und die vielleicht gerade jetzt im schweren Glaubens- und Lebenskampfe stehen. Verlaßt sie nicht im Herzen, sondern bittet Mich um Beistand, so wie Ich euch auch nicht verlasse, sondern mit Rat und Hilfe stets zur Seite stehen werde. Die Gnadentore stehen weit offen - seit den Kriegen noch mehr. Für die deutschen Lande soll Segen strömen, und auch die Kirchen, selbst wenn sie noch allzu sehr den äußeren Zeremonien frönen, werden Zulauf- und Anlaufstelle sein für Kinder, die Mich als ihren himmlischen Vater im Herzen erkennen und lieben lernen. Es werden in diesen Institutionen noch Ernten herangebildet werden, die - geistig noch nicht ganz gesättigt - weiter suchen werden und dann zu Meinen euch neu geoffenbarten Worten Zuflucht nehmen und Heimat für ihre Seelen finden werden. Darum bereitet euch mit Meiner Hilfe so zu, daß ihr wahre Apostel aus der Tat und dann auch im Worte, in der Lehre werden könnet. Eines noch: Ich bin sehend und allgegenwärtig, Ich weiß um eure Schwächen und Gebrechen. Aber da Ich das weiß, so bin Ich doch so nachsichtig und erbarmend, und wenn die Zeit kommt, da ihr handeln müßt und predigen dazu, da sehet nicht auf eure Schwächen, sehet alleine auf Mich, den starken Helden. Ich werde euch Tat und Lehre zugleich sein und euch stärken in dem Moment, da ihr es nötig brauchet. Ansonsten fühlet ruhig eure Schwächen, auf daß ihr nimmer in Hochmut fallet und somit von Mir ab und geradewegs in die Hände Meines hartnäckigen Gegners, der wider und nicht fiir Mich ist. Bleibt ruhig und ernst angesichts der Weltlage, achtet die Seelenwinke, fühlet euch geborgen an Meiner Brust. In Liebe euer allseits treuer Vater Jesus, - Amen.
Worte
der ewigen Liebe Vater,
lasse mich den Weg, meinen persönlichen Weg zu Dir finden! Bitte! Dann
nimm Meine Hand in deine Hand und lasse dich durch Mich führen. Nur
in eurem Geben liegt das Wachstum eures Geistes und dadurch auch eurer
Seele. Darum bitte ich euch, schenkt Mir euer Vertrauen ganz und in
allem.Vater! Hilf mir diesen meinen Weg zu Dir zu finden, in der großen
Finsternis meines Herzens! Bitte! Ja, Ich helfe dir deinen Weg zu gehen,
den Weg durch die große Finsternis! Nur der kommt zu Mir, der auch
bereit ist durch diese große Finsternis seines eigenen Herzens zu gehen
und dabei aber auch Meine Hand in seine Hand nimmt, damit Ich ihn
hindurchführen kann! Zuerst beunruhigt diese große Finsternis die
Seele. Die Seele fühlt sich völlig einsam und verlassen, da sie in dieser Finsternis nichts mehr erkennen und auch hören kann! Und dennoch sage Ich dir: Dieser Zustand der Seele (die Tage der Finsternis) ist gut, da die Seele so nach und nach innerlich zur Ruhe und in die Stille kommt, da sie nichts mehr sieht und auch vernimmt also von nichts mehr abgelenkt werden kann! In dieser inneren Finsternis und Ruhe der Seele komme Ich als der Freund und Bruder der Seele zur Seele. Eigentlich erkennt die Seele in diesem Zustande (zu stehen in der Finsternis) daß Ich der große Bräutigam der Seele schon lange an ihrer Seite als Freund und als Bruder gestanden habe um auf ihre Liebe zu warten und dann auch darauf zu reagieren. Aber
in ihrem eigenen Scheinlichte hatte die Seele Mich an ihrer Seite nicht
bemerkt und wurde von den nichtigen Schattenbildern der Welt abgelenkt,
daß sie Mich nicht mehr finden konnte, der ich doch so nahe bei ihr
stand – so nahe! Näher als Sich die Seele selber steht! So ist diese
Finsternis der Seele ihr größter Freund, denn erst in dieser
Finsternis der Seele kann ich Mich der Seele als Licht in der
Finsternis, als die Wahrheit und als das Ziel allen Lebens offenbaren.
Und so ist alles gut wie es ist, auch in dieser Finsternis, denn Ich Bin
ja in dieser Finsternis als das Licht deiner Seele gekommen! Niemals
kommt die Liebe aus dem Schauen und Verstehen, das sagt dir derjenige,
der die einzige wahre Liebe und das wahre Licht ist, in der Finsternis
deiner Seele! Amen! Ja,
du hast Meine Worte verstanden durch Meine Liebe in deinem Herzen, also
lebe danach dann hast du für ewig diese Meine Liebe in deinem Herzen!
Amen!
Die
Spaltung der Geschlechter
Die
auf dem Wege vom Pflanzen- und zum Tierreich vorgenommene und auf der
Menschstufe festgehaltene SPALTUNG der Geschlechter in ein männliches
und ein weibliches Sonderwesen hat ihre verständlichen Gründe. Die
- im Reiche der Natur von der Einfachheit und Gebundenheit im
Mineral durch die Pflanzen- und Tierwelt aufsteigenden – Naturseelen
sich von Lebensstufe zu Lebensstufe durch Aufnahme immer neuer
Lebensfunken mehr und mehr anreichern. Dies ergibt schließlich auf den
höheren Stufen für den Schöpfer die Möglichkeit, die zeugenden
männlichen und die ausreifenden weiblichen Elemente zu sondern
und aus jedem Teil ein reichveranlagtes Sonderwesen zu schaffen. Und da
in der Schöpfung Gottes alles auf die göttliche Grund- und
Haupteigenschaft der gegenseitig dienenden Liebe abgestellt ist, so hat
auch diese Sonderung der Geschlechter keinen anderen Grund als den: Durch
die Trennung in zwei Hälften die beiden Wesen sich gegenseitig ergänzen
und dienen zu lassen. Denn
indem nun jede Hälfte zu ihrer Ganzheit und Vollendung in geistiger und
leiblicher Beziehung alles das benötigt, was der Schöpfer der anderen
Hälfte gegeben hat, können und müssen beide Teile sich gegenseitig
dienen und werden sich daher auch gegenseitig suchen, lieben und
austauschen. Erziehung zur dienenden Liebe ist also der geistige Grund
der vom Schöpfer auf den höheren Seinstufen vorgenommen Trennung der
Geschlechter. »Und
Gott der Herr sprach: »Es ist nicht gut, das der Mensch allein sei. Ich
will ihm eine Gehilfin schaffen, die zu ihm passt...«
Da ließ Gott einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und
als er entschlafen war, nahm er eine von dessen Rippen, gestaltete sie
zu einem Weibe und führte dieses dem Menschen zu. Da rief der Mensch
aus: »Diese endlich ist Bein von meinem Gebein und Fleisch von meinem
Fleisch! Sie soll Männin heißen; denn vom Manne ist sie genommen!«
Die Herzens-EheDie
Bekundungen der heiligen Schrift und der Neuoffenbarung über die
Erschaffung des ersten Vollmenschenpaar »SIEHE, DIESER GEFÄHRTE IST GEIST VON MEINEM GEISTE!« Der
männlich-positive Wesensteil des urgeschaffenen Geistes wird als Mann,
der weiblich-negative als Weib seine Lebensschule zu durchlaufen haben.
Eines Tages aber werden sich nach Gottes Ratschluss in einem bestimmten
Zeitpunkt der Reife, sei es im Diesseits oder im Jenseits, die beiden
ursprünglich zusammengehörigen Hälften WIEDERFINDEN dürfen,
bereichert durch die mit heiliger Engelsliebe erlösten und zu
himmlischer Vollkommenheit geläuterten Seelenelemente. Mit tiefem, aus
dem Innersten des Herzens quellendem Empfinden werden sie sich als
zusammengehörig ERKENNEN. Und solch ein auf der Liebe von Geist zu
Geist begründeter Bund ist dann, wenn die Beiden in ihrem Fühlen und
Streben auch seelisch vollkommen eins geworden sind, wiederum wie im
Uranfang eine »vollkommenste
Ehe der Himmel Gottes«
Eine solche Geistes- oder Herzens-Ehe ist – als von Gott selbst
geschlossen – ewig und unlösbar und für beide Teile restlos beglückend.
Der Mann wie das Weib könnten die ganze Unendlichkeit durchschweifen
und würden nirgends eine Ergänzung finden, die besser und in
beseligenderer Weise zu ihr passte als eben diese, vom liebevollsten Schöpfer
uranfänglich für sie geschaffene Hälfte. Bei
allem Wahrheitssuchen ist der große Unterschied zwischen dem matten, trügerischen
Verstand unseres Kopfes und dem hellen Geistlichte des Herzens. UNSERE
SEELE ist ja, ein in Myriaden Lebensfunken aus dem Gericht der Materie
aufgestiegenes, an sich noch materiell blindes und arges Wesen. Es ist
nichts Gutes und noch wenig Licht in ihr. Sie hat nur eine geringe
Intelligenz, mit der sie durch die fleischlichen Sinne in die Welt
schauen und mit einer gewissen Logik ihre Beobachtungen verbinden und in
einem oft sehr begrenzten Gedächtnis aufbewahren kann. Die meisten
Sinne der seelischen Welterkenntnis haben ihre Organe im Kopf, ebenso
befindet sich hier ( im Gehirn ) die Werkstätte des logischen Denkens
und das Archiv des Gedächtnisses. Und so heißt dieses Erkenntnisvermögen
der „KOPFVERSTAND“. Damit nun aber unsere Seele Fortschritte in der
Erkenntnis des göttlichen Wahren und Guten sowie auch im guten Wollen
und Handeln machen kann, ist ihr ein reiner Gottesgeist als Leiter und
Vollender eingezeugt, der ständig mit dem Urfeuer und Urlicht der
Ewigen Liebe ( Gott-Vater ) in Verbindung steht wie der Lichtstrahl mit
der Sonne. Dieser reine Gottesgeist im Menschen, ist durch seine
Verbindung mit Gott allwissend, er kennt die Tiefen der Gottheit, die
Geheimnisse der Schöpfung, das ewige Leben, das Heilsziel und den
Heilsweg und kann die Seele entsprechend aufklären, leiten und
vollenden. Da seine Wohnung im Herzen ist, heißt das auf ihn gerichtete
Erkenntnisvermögen der Seele.
Nach
welcher der beiden Erkenntnisseiten – WELT oder GEIST – die Seele
ihre Aufmerksamkeit VORWIEGEND wenden WILL, liegt in ihrem freien
Willen. Richtet sie den Blick nur nach außen, auf die WELT, und forscht
sie nur mit ihrem schwachen Kopfverstande, dann erkennt sie die Oberfläche
der Dinge und Verhältnisse und erschaut nicht deren tiefere Zusammenhänge
und wahre Grundkräfte und Gesetze. Insbesondere bleibt ihr die geistige
Grundursache und Urwesenheit alles Bestehenden verborgen, weil ihr
selber ja die reingeistige Vollkommenheit noch mangelt und bekanntlich
nur Gleichgeartetes sich völlig verstehen und begreifen kann.
Die
innere Licht- und Lebensquelle Ganz
anders ist das Ergebnis, wenn die Seele ihre Aufmerksamkeit mehr nach
innen richtet, zu dem in der Kammer des Herzens wohnenden reinen Geist,
dem Gottesfunken, dem „Christus in uns“ – und sich von diesem
BELEHREN und mit Liebe, Weisheit und Kraft erfüllen lässt. Hier ist
die von Gott angelegte innere Heilsquelle, wo die schwache und blinde
– weil aus der Ordnung gefallene – Menschenseele das wahre ewige
Leben sich holen kann.
Mit diesen Erkenntniskräften dringt sie in die Tiefen der
Gottheit, der Schöpfung und des Lebens, findet die wahren Zusammenhänge
und Lebensgrundgesetze, insbesondere das große, EWIGE GRUNDGESETZ DER
LIEBE. Ihr ganzes Weltgefühl erhält dadurch Wärme, Leben und
Seligkeit. Und dies zeigt sich bald in grundlegender Weise z.B. auch in
unserem wissenschaftlichen Weltbild, unserem Glaubensleben und unserer
ganzen Lebensführung. Allenthalben erglüht und leuchtet die Sonne des
ewigen, göttlichen Geistes und zaubert Wunder des Lebens hervor. Der
Tod hat keine Bedeutung!!
Was wir einander bedeuten, bleibt
auf ewig bestehen. Hüllt
euch nicht in einen Mantel aus Kummer und Schweigen! Ihr
seht mich nicht, aber ich bin bei euch!
Ringet
darum; den Herrn zu empfangen [Zitiert
aus dem Büchlein: "Das Lebendige Wasser" Nr. 53 S. 65 Karl
Rohm Verlag Bietigheim]
Die
Zeit hat Flügel "Heimatlos",
ein bittres Wort [Zitiert aus dem Büchlein: "Das Lebendige Wasser" Nr. 54 S. 65/66 Karl Rohm Verlag Bietigheim]
So spricht der Herr, und das ist wahr und getreu und gewiß: Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen. Jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen.
Und wer Mich aller Welt vorzieht, Mich
liebt wie eine zarte Braut ihren Bräutigam, mit dem will ich Arm in Arm wandeln. Er wird Mich allzeit schauen wie ein Bruder den andern Bruder, und wie Ich ihn schaute schon von Ewigkeit her, ehe er noch war.
Den
Kranken aber sage: sie sollen sich in ihrer Krankheit nicht betrüben, sondern sollen sich ernstlich an Mich wenden und Mir ja ganz trauen. Ich werde sie trösten, und ein Strom des köstlichsten Balsams wird sich in ihr Herz ergießen, und des ewigen Lebens Quelle wird unversiegbar in ihnen offenbar werden; sie werden genesen und erquickt werden wie das Gras durch einen Gewitterregen.
Die
Mich suchen, denen sage: Ich bin der wahre Überall und Nirgends. Überall bin Ich, wo man Mich liebt und Meine Gebote hält - nirgends aber, wo man Mich nur anbetet und verehrt. Ist denn die Liebe nicht mehr denn das Gebet, und die Haltung der Gebote nicht mehr denn die Verehrung?
Wahrlich,
wahrlich sage Ich Dir: Wer Mich liebt, der betet Mich im Geiste an, und wer Meine Gebote hält, der ist's, der Mich in der Wahrheit verehrt! Meine Gebote aber kann niemand halten als nur derjenige, der Mich liebt. Der Mich liebt, hat kein Gebot mehr als dieses, daß er Mich liebt und Mein lebendiges Wort, welches das wahre ewige Leben ist.
Den
Schwachen tue kund aus Meinem Mund: Ich
bin ein starker Gott. Sie sollen sich alle an Mich wenden; Ich werde sie vollenden. [aus einem Buch Heilige Zwiesprache]
Gleichnis
vom Schalksknecht (Mt.18,23-35) Aus G.
Mayerhofer: Predigten des Herrn
02]
So findet ihr in diesem Kapitel vom Anfang bis zum Ende Verhaltungsmaßregeln,
teils klar, teils in Bildern und Gleichnissen ausgesprochen, um Meine Jünger
und künftigen Anhänger Meiner Lehre nicht im Zweifel zu lassen, wie
sie sich bei allen vorkommenden Fällen benehmen sollten, und wie sie
auch andere erfolgreich darüber belehren könnten. 03]
Meine Jünger waren noch wie unmündige Kinder, die anfangs von Mir und
Meinem Reich nicht die hohen Begriffe fassen konnten wie später nach
dem Überkommen Meines Geistes. So findet ihr oft Fragen, so unschuldig
und einfach, daß es zum Verwundern ist. Wie konnten Meine Jünger,
stets unter dem Einfluß Meiner Gegenwart, Meiner Worte und Taten, noch
fragen: "Wer ist der Größte im Himmel?" Wenn nun Meine Jünger
noch so fragen konnten, so könnt ihr euch denken, wie erst die andern,
minder Eingeweihten dachten. Deswegen ist auch die Antwort, die Ich
ihnen darauf gab, und das Folgende in den anderen Versen einfach. 04]
Ich verglich die Einfalt des Kindes mit dem Engelsinn Meiner Mir am nächsten
stehenden Wesen. Wie Meine Engel nicht beleidigt werden sollen, so
sollen auch die an Kindeseinfalt reichen Gemüter nicht erzürnt werden,
weil in ihnen kein Falsch ist und die Kinder im allgemeinen mit vollem
Vertrauen einem jeden entgegenkommen, der sich ihnen nähert. Deswegen
ist es die größte Sünde, dieser Einfalt mit Falsch, Hohn, Spott und
Haß entgegenzutreten. Darauf beziehen sich die andern Verse, in denen
bildlich gesagt ist, daß, wenn eine Leidenschaft die Seele eines
Menschen beherrscht, es besser ist, diese zu überwinden zu suchen, als
daß die ganze Seele durch diese einzige Leidenschaft verlorengehe. 06]
Nachdem Ich Meinen Jüngern vorgestellt hatte, daß es besser sei, einen
Teil des Ichs anstatt den ganzen Seelenmenschen zu opfern, deutete Ich
ihnen in den nachfolgenden Versen die Freude an, die Ich als Schöpfer
habe, wenn nichts verloren geht, was Ich in die Welt hinausgesetzt habe,
sondern alles einst gereinigt und vergeistigt zu Mir zurückkehrt. Das
ist in den Gleichnissen vom Hirten und dem verlorenen Schaf zur Genüge
ausgedrückt. 07]
Um die Verlorenen zu gewinnen, gab Ich - wie die weiteren Verse
berichten - Meinen Jüngern die Mittel an, wie sie die Verirrten und
Fehlenden, ohne ihrer Eigenliebe zu nahe zu treten, bessern könnten.
Ich gab ihnen Ratschläge, was bei verstockten Sündern oder minder
hartnäckigen zu tun sei. Ich gab ihnen ferner die Versicherung, daß
wenn zwei sich vereinigt haben, in ihren Ansichten eins geworden sind
und Mich um Meinen Segen bitten, Ich ihnen diesen nie verweigern werde.
Ich sagte ihnen, daß, wo zwei in Meinem Namen versammelt sind, Ich als
Dritter, als Vereinigungs- und Friedensgeist mitten unter ihnen sein
werde. Ich stellte ihnen vor, daß dem reuigen Bruder seine Fehler nicht
nur einmal, sondern unendliche Male vergeben werden sollen, um seine
Besserung zu ermöglichen. Ich sagte ihnen auch: wenn sie, mit der
Tugend der Duldung ausgerüstet, einem Bruder seine Fehler vergeben, so
würden sie ihm auch von Mir vergeben und vergessen werden. 08]
Ich führte ihnen das Gleichnis vom Schalksknecht vor Augen. Mit diesem
Gleichnisse wollte Ich sagen, was Ich schon in dem ihnen von Mir
hinterlassenen Gebet lehrte, in welchem es heißt: "Vergib uns
unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!", - daß
sie in hartnäckigen Fällen nicht die Geduld verlieren, nicht
verdammen, wo sie verzeihen, nicht fluchen, wo sie segnen sollten. 09]
Ich stellte das Beispiel des Schalksknechts deshalb in so grellem Licht
dar, damit sie keinen Grund finden sollten, hart zu sein - auch nicht in
einzelnen Worten -, sei es aus übertriebenem Eifer, sei es aus
wirklicher, falscher Beurteilung und Intoleranz gegenüber den
menschlichen Fehlern. So lehrte Ich sie Meine Langmut und Meine
unbegrenzte Geduld begreifen, so bewies Ich ihnen, warum Ich Meine Sonne
über Gute und Böse aufgehen lasse, weil eben Mein Ich nur Liebe ist
und Liebe nicht strafen, sondern nur bessern will. 10]
In diesem Kapitel findet ihr das ganze menschliche Leben geschildert,
wie es sein sollte: wie der Mensch, nur durch Liebe geleitet, vorerst
wie ein Kind vertrauensvoll auf Mich blicken, alles ohne Falsch und ohne
Hintergedanken tun und keinen andern Zweck im Auge haben soll, als nur
Mir, seinem Vater, zu gefallen um so des Namens ,Mein Kind würdig zu
werden. Ferner wird gezeigt, wie der Mensch mit Kindeseinfalt stets
wieder Liebe erwecken soll und es böse wäre, einem solchen mit aller
Einfalt und Zutrauen entgegenkommenden Menschen das Gute, das er will,
mit Bösem zu vergelten. Es wird gezeigt, wie der Mensch die Nächstenliebe
verstehen und höchst zart und sanft versuchen soll, seinen Bruder auf
seine Fehler aufmerksam zu machen und nur in den schlimmsten Fällen zu
strengen Mitteln greifen, aber stets verzeihen, vergessen und sogar am
Ende Böses mit Gutem vergelten soll. 11]
In diesem Kapitel liegt die ganze geistige Mission des Menschen, wie er
sich selbst zu dem Kinde erziehen soll, wie Ich es wünsche, und wie er
auf seine Mitwelt einwirken soll, um auch sie Mir in die Arme zu führen,
um dann im Jenseits als das dazustehen, was Ich bei Erschaffung des
ersten Menschen gewollt habe, nämlich als Mein würdiges Ebenbild. 12]
So sollt ihr Meine Evangelien lesen und auffassen, dann wird euch das
Gnadenlicht erleuchten, und ihr werdet in den Gleichnissen nicht die
harte Rinde des Lebensbaumes, sondern den hinter ihr versteckten Kern
der göttlichen Wahrheit erkennen. Um dieses zu vermögen und zu
verstehen, was dem profanen Auge verborgen ist, dazu gehören geistige
Augen und ein tiefes Verständnis. 13]
So wird die Bibel eine Fundgrube und eine Lichtquelle für alle
menschlichen Verhältnisse, und der verständige Leser wird finden, daß
schon seit mehr als tausend Jahren die höchsten Schätze in diesem Buch
aufbewahrt liegen, um der Menschheit einziger Führer und Leiter zu
sein, und ihr zu zeigen, wie Ich schon in jenen Zeiten gesorgt habe, daß
nichts von dem verlorengehe, was für alle Zeiten und Ewigkeiten gesagt
wurde. 14]
Jetzt, da bald die Zeit herannaht, wo die Menschen strenger gefragt
werden, ob sie denn eigentlich wissen, wozu sie auf der Welt sind, und
ob sie auch wissen, warum Ich auf diese Erde kam, jetzt ist es an der
Zeit, die Rinde des Buchstabens und Wortlauts Meiner Evangelien
wegzunehmen und den Menschen unter dieser scheinbar harten Rinde den glänzenden
Strom des göttlichen Lichts zu zeigen, damit sie in dieser letzten Zeit
noch das Versäumte an sich und an anderen einholen und so ihre Mission
erfüllen können. Deswegen Meine vielen Erläuterungen und Erklärungen
an euch, deswegen diese ganze Reihe von Sonntagspredigten, damit ja
niemand sagen kann, dieses oder jenes habe er nicht gewußt, nicht
verstanden. 15]
Ich bin der Gott des Lichts, der Liebe und der Weisheit. Wenn Ich einst
wiederkomme, kann keine Finsternis neben Mir bestehen. Es muß deshalb
in den Herzen aller Menschen Licht werden. Sie müssen alle lieben
lernen, um diese Liebe, mit Weisheit verbunden, an ihren Nächsten
anzuwenden. 17] So muß es kommen, und dahin muß alles streben! Trachtet danach - ihr und alle Menschen -, eure Mission zu erfüllen, indem ihr so gut als möglich werdet! Tragt aus allen Kräften dazu bei, euren Mitmenschen den Weg zu dem gleichen Ziel zu zeigen, dann sind Meine Worte an euch nicht verschwendet, und ihr werdet, des Namens Meiner Kinder würdig, auch den Vater im Jenseits finden, der hier schon mit so viel Liebe und Geduld Seine verirrten Schafe zu retten sucht! Amen.
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Aktualisiert am 01.12.2008 Home