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Über die Endzeit und den Antichrist Empfangen vom
Herrn durch Johanne Ladner 140. - 2. November 1879
"Zur Wiederkunft des Herrn" 37. - 25. Dezember 1877 "Christfest" 38. - 28. Dezember 1877 "Jahresrückschau" 45. - 3. Februar 1878 "Der Jesus-Name"
140.
- 2. November 1879 "Zur Wiederkunft des Herrn"
Liebe
Kinder! Mein
Zweites Kommen ist nach der Weise, wie es wirklich stattfindet, vielen Menschen
ebenso unfasslich wie das erste Mal, weil die Herzen vollgestopft sind von
Wünschen materieller Art, wo sie hoffen, daß bei Meinem Erscheinen dieselbigen
erfüllt werden. Z.B. viele Sekten glauben, sie seien mit ihrer Frömmigkeit
besser daran (bei Mir) als andere, und hoffen auf besondere Ehrenstellen; sie
sehen nicht ein, daß gerade in diesem (egoistischen) Hoffen die Nächstenliebe
und die wahre Demut am wenigsten vertreten sind, welche zwei Stücke
unentbehrlich sind, wenn Ich Mich ihnen mehr nähern soll! Andere hoffen eine
bessere Lage im Äußern (bessere Zeiten) zu erhalten, und erkennen nicht
Meine weise Anordnung in der Weltregierung wie in den Schicksalen, welche Ich
verhängen muss über die Menschen, um dadurch sie womöglich noch für eine
selige Ewigkeit zu erhalten. Es
kommt solches zumeist daher, weil durch falsche Auslegung Meiner Lehre und
Nichtbeachtung derselben in der Tat ihr Licht nicht mehr in den Herzen
durchdringet, sondern mehr nur ein Tappen im Finstern stattfindet, wobei am
meisten zu beklagen ist, daß diese geistige Hungersnot gar nicht erkannt und
gefühlt wird, im Gegenteile treten viele Gelehrte mit ihren Ansichten so auf,
daß es den Anschein hat, als ob jetzt in dieser Zeit der Aufklärung das
Himmelreich ganz nahe sei! Ich
aber sage euch: prüfet ob die (göttlichen) Worte, welche gelesen werden, ohne
daß der Geist in euch bewirkt dieselben auch im Leben anzuwenden, euch
befriedigen? sie werden an euch als Schall vorübertönen, und höchstens ein
Haschen nach neuen wird die schon gelesenen wertlos machen; vor dem gar vielen
schon Gegebenen erkennet ihr nicht das Wenige, das alles birgt, und in den
kurzen Worten enthalten ist: Liebe gegen Gott und die Menschen (wie es in dieser
Nr. 45 besonders vorliegt, doch sehe man auch Nr. 38 unserer Sammlung. D.Hsg.) Um
diese Liebe wieder mehr in die Herzen zu legen, komme Ich nun abermals zu den
Menschen, und klopfe Selbst an bei allen, welche Mich in redlichem Sinne suchen
und deshalb bitten: "Komm Herr Jesu, komme bald!" und wenn eine solche
Seele auch einen unrichtigen Begriff von Meinem Kommen hat, Ich erleuchte sie,
und segne ihr stilles Zu-Mir-Halten. Um
solcher Seelen Willen habe Ich jederzeit besondere Mittel angewendet, damit das
wahre Himmelsbrot wieder rein genossen werden kann, welches nun durch die
(geistig blinden) Lehrer mit allerlei Zusatz verfälscht dem Geiste keine
gesunde Nahrung mehr bietet, und darum das Siechtum im Geistesleben seinen
höchsten Grad in jetziger Zeit erreicht. *) Jetzt
muss Ich zu außerordentlichen Mitteln greifen, und vielen unter den Suchenden
Meinen Willen und den Begriff von Mir und Meinem Wesen (nicht nur ins Herz,
sondern auch) in die Feder diktieren (siehe in Nr. 37) und zwar in einfacher und
herablassender Weise, menschlich muss Ich reden und verkehren, obgleich auch
dieses wiederum ein Stein des Anstoßes wird, wo viele sich darüber lächerlich
machen. Fahret
doch ihr fort, diese einfachen Worte als reine Geistesspeise aus Meiner Hand,
als von eurem himmlischen Nährvater anzunehmen, und ihr werdet die Sättigung
eures Geistes verspüren, wenn andere schmachtend nach einem Etwas suchen, das
sie durch ihren Verstand eben nicht finden können. Gleichwie
Ich zu Kapernaum mit dem Hauptmann ganz einfach verkehrte (Matth. 8. Kap.) z.B.
Ich wunderte Mich, als er Mir erzählte von seiner Haushaltung, während Ich
dieselbe doch genau kannte; so halte Ich es jetzt noch, Ich lasse Mich bitten
und mit Mir reden, und freue Mich, wenn Ich Glauben finde; Ich bleibe der ewig
unveränderliche Gott, jetzt noch ganz Derselbe. wie Ich Mich als Jesus euch
geoffenbaret habe, und als Jesus in der Herablassung, Demut und Liebe nun wieder
einziehen will in die Herzen, um dort Mein Reich des Friedens zu gründen. Darum, wer da bittet, daß Ich
kommen soll, der muss auch sorgen für den Empfang, daß Ich eine Stätte finde,
gereinigt zu Meiner Aufnahme. Meine Weisheit hat gesorgt bei einem jeden in
seiner Lebensführung, daß es ihm möglich wird, dieser stillen Arbeit
nachzukommen, und Mein Beistand wird dabei nicht fehlen. Amen! Euer Vater in
Jesu! *)
als Zeit der Herrschaft des Antichrist, d.h. des Weltverstandes. D.Hsg. 37. -
25. Dezember 1877
"Christfest"
Meine
lieben Kinder! "Als
berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron!" Also sollen auch heute, als am
Christfeste, Meine Kinder erscheinen, in dankerfüllter Stimmung; denn sie sind
berufen Mich nicht allein mit den Lippen preisen, sondern ihr Herz soll sich
erheben in großem Danke für alles, was ihnen durch Meine direkten Gnadenworte
zu Teil wird. Es
ist eine hohe Begnadigung für alle, welche dieselben im Besitze haben; denn je
mehr sie Mich erkennen (auch) in Meinen (einfachen) Worten, desto mehr fühlen
sie in sich die Liebe zu Mir, und die aus Liebe folgen können, fühlen keine
Schwere des Gesetzes; erhoben über alles, was ihnen vorkommt, auf ihrem
Lebensweg als Widerwärtiges, folgen sie einem Zuge, der sie zu Mir führt. Sie
sind einverstanden mit allem, was Ich ihnen auferlege; denn der heutige Tag
erinnert euch, wie Ich mit tiefer Erniedrigung in Meine Lebensbahn eintrat, wie
Ich sie fortsetzte und beendigte, sowie daß nur Liebe der Grund war, welcher
Mich bewog, dieselbe zu wählen, und nur Liebe ist es, die auch euch eure Wege
bezeichnet, wenn ihr mit Mir in Vereinigung lebet. Erkennet also den großen
Segen, welcher euch zu Teil wird durch Meine Geburt in euch, und Ich will euch
jeden Tag mehr segnen. Amen. 38. - 28. Dezember 1877 "Jahresrückschau"
Meine
lieben Kinder! Nachdem
Ich euch Weihnachten und seine Bedeutung erklärt habe, blicket zurück auf die
verflossene Zeit in diesem Jahre, mit all seinen Stürmen, welche ihr als Meine
Kinder in eurem Kreis erlebt habt, und ihr werdet erkennen, daß ihr gar wenige
nüchterne Stunden hattet, wo ihr mit der Stimmung Mir gegenüber standet, wie
ihr es eurem Gott und Schöpfer schuldig waret. Eure Zusammenkünfte hatten zu
viel Äußerliches im Auge, und obschon ihr Mich dabei um Meinen Beistand
angefleht habt, so wolltet ihr doch das Weiterkommen im Äußern bewirken, ehe
ihr an die Besserung eures Herzens mit hohem Ernste dachtet. Ich ließ manches
ohne Schaden für euch zu, weil Unwissenheit der Grund war und nicht Bosheit. So
mußte alles, was euch begegnete, in Widerspruch treten, gleichwie eure Begriffe
in Widerspruch mit Mir standen. Ich ließ dies zu, um dadurch eure Herzen für
Mich empfänglicher zu machen. Glaubet nicht, daß Ich es war, Der euch damals
dies oder jenes in die Feder diktierte, sondern Ich ließ es nur zu in Meiner
Erbarmung, und lasse Mich jetzt erst finden, nachdem ihr das Wertlose eures
damaligen Treibens durch Meine Gnadenbezeugungen einsehen lerntet. Nun
ihr an der Ausgangsschwelle stehet dieses gefährlichen und stürmischen Jahres,
frage Ich - was ist euch geblieben? etwa die Reue? die Wahrheit? die Liebe? das
Vertrauen? die Wachsamkeit? oder seid ihr auf andere Wege gekommen? Ihr könnet
Mir die Antwort nicht zusammen geben, sondern ein Jedes komme zu Mir mit der
Bitte, daß Ich ihm selbst aufdecke, wie viel es dabei gewonnen oder verloren
hat. Dies ist die segensreichste Selbstprüfung, wenn keines dabei das andere
ins Auge faßt, sondern Jedes auf sich selbst sieht; dadurch wird Jedes so viel
Demut erlangen, daß es erst dann richtig an seine Geschwister denkt. Vor
allem frage Ich euch, wie viel Zuwachs ist euch in der Liebe geworden? Nehmet
euch vor, kommendes Jahr in der Liebe anzufangen, und dieselbe immer mehr zu
erweitern; nicht allein auf Einige, sondern auf die allgemeine Menschheit; ja
betet für alle Menschen. - Es gibt viele Seelen, die auch für euch beten, ohne
daß ihr sie kennet, weil auch sie Mich als ihren liebenden Gott und Vater
erkennen, und gerne ihre Mitmenschen glücklich sehen möchten. Entziehet
euch jedem Vorurteil über andere Ansichten; denn nicht die Form, sondern das
Herz ist mir ein angenehmes Opfer, und Ich segne jede Hingabe desselben an Mich.
Haltet euch an die Worte, welche ihr schon in Händen habt, und an die heilige
Schrift, wie Ich euch schon mehrmals unterwiesen habe. Jedes unter euch strebe
das Band der brüderlichen Liebe fest zu halten! Wartet in Geduld, auf welche
Weise eure Gemeinschaft mehr befestigt werden soll! Die
Hauptsorge sei euer eigen Herz und ihr werdet Meine Nähe fühlen, ob Ich
äußere Worte euch zukommen lasse, oder nur in eurem Herzen Mich bezeuge; eure
Losung sei: "bis hierher hat uns der Vater geführt, Er wird auch ferner
Seine Hand nicht entziehen." So könnet ihr getrost zurück blicken, Keines
von euch hat Schaden erlitten, und Ich will auch im kommenden Jahre euch nicht
versäumen, so ihr Mir treu bleibet. Harret
aus in allem, was euch zu eurem geistigen Wohl auf eurer Bahn beschieden ist;
denket, daß es der Weg ist, der zu Mir führt, und Ich werde euch, wenn ihr zu
Mir kommet, nicht wegschicken, ohne daß ihr von Meiner Liebe zuvor gesegnet
worden seid! Amen.
45. -
3. Februar 1878
"Der Jesus-Name"
Meine
lieben Kinder! Ihr
sollet den Namen Jesus in seiner Bedeutung kennen lernen, da besonders viel
daran liegt, daß ihr Mich nicht allein als liebenden Vater und Schöpfer
Himmels und der Erde erkennet, sondern Denselben auch im Namen Jesu; denn nur
durch Dessen Zugang habt ihr den Vater erlangt; nicht aber wie der verkehrte
Glauben es lehrt, als ob der Vater zuvor versöhnt worden wäre durch Meine
Erniedrigung und Meinen Kreuzestod, sondern Meine Liebe war es zuvor schon,
welche Mich zu diesem Akte veranlaßte, um euch kund zu geben, daß in eurem
Schöpfer ein Vaterherz für euch schlägt, und so mußte Ich auf diesem Wege
euch begegnen; aber auch zulassen, daß man falsche Begriffe von Meiner
Versöhnung annahm, als ob Ich ein Gott des Zornes wäre, und erst durch
grausame Strafe, welche an Meinem Leibe verübt worden, versöhnt werden müßte. Ich
mußte Mich nach der durch die Sünde so weit gesunkenen Aufnahmefähigkeit der
Menschen richten, und auch in dieser Hinsicht, wie eben alles nach Meiner
Ordnung den Entwicklungsgang zu gehen hat, diese Irrbegriffe so lange dulden,
bis es jetzt an der Zeit ist, Mich in Meiner ganzen Liebe, und Meinen ganzen
Heilsplan zu erkennen. Durch
die Worte über Meinen Erdenwandel (Bes. im Großen Evangelium Johannes) könnet
ihr immer mehr Aufschluß erhalten, worin die wahre Versöhnung zwischen Mir und
euch besteht, d.h. im kindlichen Vertrauen, daß, wenn ihr Mir folgen wollet,
Ich euch durch Meine Kraft unterstützen werde, aus der Liebe, die alles für
euch getan, ihr Blut vergossen, ihr Leben gelassen, um durch den Vater (die
Göttlichkeit in Mir) auch euren göttlichen Funken, oder euer eigentliches Ich
oder ewig Sein (woraus ihr als Menschen besteht), tüchtig zu machen, eure Seele
und Leib zu durchdringen, damit sie zur Auferstehung in das himmlische Reich,
als Kinder Gottes fähig werden; denn erst durch Mein Erscheinen ist den
Menschen ihr ganzes Wesen mehr aufgedeckt worden, daß sie aus Geist, Seele und
Leib bestehen, und darum die Aufgabe haben, sich mit Dem zu vereinen, nach
Dessen Ebenbild sie geschaffen sind, Der ihnen durch Sein Beispiel den Weg
gezeigt hat, welcher dahin führt; nämlich gehorsam sein bis auf den höchsten
Grad, wie auch Ich - als Jesus dem Vater folgte, und den Weg der Verleugnung
Selbst auf Mich nahm, durch Spott und Hohn bis zum Kreuzestod. Wenn
ihr so, als Meine Kinder, den Vater in Jesu ehret und Seine Erlösung euch
aneignet, da wird euch der wahre Segen werden; aber nicht, wenn ihr euch durch
Mein Blut ohne eure Bemühungen rein waschen lassen und warten wollt, bis euch
die Liebe des Vaters zugeteilt wird durch Vermittlung; Meine Vermittlung ist die
Lehre, welche bloß durch das Befolgen ihre Kraft beweisen wird. Darum
seid Täter des Wortes! und ihr werdet euch nicht selbst betrügen, sondern das
Kindesrecht euch erwerben, durch euren Gehorsam und kindliches Vertrauen zu Mir.
Amen!
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Aktualisiert am: 02.12.2008 - Home