
Bild unseres Heilandes Publius Lentulus, zu jener Zeit Statthalter in Judäa, schrieb an den Senat und das römische Volk wie folgt:
(Jesus von Nazareth, geb. bei Bethlehem am 07. Januar des Jahres 1, d.h. im Jahre 4151 nach Adams Erschaffung)
»Heil allen, die an IHN glauben und IHN lieben!«
* Eine weitere Nachricht über ein Bild von Jesus findet sich in dem lesenswerten Büchlein „Briefwechsel Jesu mit Abgarus", zu beziehen vom Lorber-Verlag, Bietigheim, Württ.
Brief an Cäsar
"Der Statthalter von Judäa, Publius Lentulus, an den römischen Cäsar!
In der Tat, Cäsar, hört man täglich über diesen Mann wunderbare Dinge. Um es kurz zu sagen: Er lässt die Toten auferstehen und heilt die Kranken. Er ist ein Mann von mittlerer Größe, gütigem Aussehen, von hoheitsvoller Würde, was sich auch in seinen edlen Gesichtszügen äußert, so dass, wenn man ihn betrachtet, man unwillkürlich das Gefühl hat, ihn zugleich lieben und fürchten zu müssen. Sein Haar hat bis zur Höhe der Ohren die Farbe reifer Walnüsse und von dort bis an die Schultern ist es glänzend hellblond, in der Mitte trägt er einen Scheitel nach Nazarener Sitte. Die Stirn ist glatt, das Gesicht ohne Falten und Flecken. Der Bart von gleicher Farbe des Haupthaares ist kraus und, ohne lang zu sein, in der Mitte geteilt. Der Blick ist streng und hat die Kraft eines Sonnenstrahles. Niemand kann ihm fest ins Auge sehen. Seine Hände sind schön, ebenso wie seine Arme. Alle finden seine Unterhaltung angenehm und ansprechend.
Man sieht ihn selten in der Öffentlichkeit, aber wenn er irgendwo erscheint, so tritt er sehr bescheiden auf Er hat eine sehr vornehme Haltung. Er ist schön. Obwohl er niemals Studien obgelegen hat, so kennt er doch alle Wissenschaften; er geht barfuß und ohne Kopfbedeckung. Viele lachen, wenn sie ihn von weitem sehen, aber sobald sie sich in seiner Nähe befinden, zittern sie vor ihm und bewundern ihn zugleich. Man sagt, dass man in dieser Gegend noch nie einen solchen Mann gesehen habe. Das Volk behauptet, dass man noch nie einem Unterricht wie dem seinigen beigewohnt habe. Viele sagen, dass es Gott ist; andere sagen, dass er dein Feind sei, Oh Cäsar. Dieses boshafte Volk belästigt ihn auf jede Art. Man sagt, dass er nie einen unzufrieden gemacht hat, vielmehr stets bestrebt ist, jedermann zufrieden zu stellen.
Ich bin bereit, Oh Cäsar, jeden Befehl, den du mir seinetwegen geben
wirst, auszuführen. In
Jerusalem, Indikt 7, im 11. Monat.
Publius
Lentulus Statthalter von Judäa."
4.Ein vollkommenes Bild als inhaltschwerer Anfangsbuchstabe dieser Werke. (Empfangen durch J. L. am 11.
August 1840.)
Ein
Vorwort zum Diktat über das Bild des Herrn. (Durch Jak. Lorber,
Graz, 30. Mai 1840, auf dessen Anfrage wegen W. Maler.)
[PsG.03_004,01] Es
kann nicht gleich sein, wie du es dir wünschest, sondern der rechte Zeitpunkt
ist nur Mir allein wohlbekannt; so Ich an Jemanden ein Nebenwort richten will -
was gehet es dich an? [PsG.03_004,02] Die Zeit
dessen ist noch nicht zur vollen Blüthe geworden, an den Ich richten möchte
ein Nebenwort, daher noch eine kurze Zeit (Geduld), und bevor Wasser des Lebens
aus dem Brunnen Jakobs! dann klein sein und groß sehen, gut hören und stumm in
der Rede sein; dann nicht nur Sonnen zählen, sondern mehr noch das bescheidene
Gras der Erde; und nicht nur steigen auf des Mondes Berge, sondern vielmehr sich
verweilen in den Thälern der Erde! (Wer Ohren hat, der höre,
wer Augen, der sehe und merke!) [PsG.03_004,03] Sieh! mit
Kindern rede ich kindlich, mit Männern als Mann, mit Herren als HErr, mit Fürsten
als Gott, mit allen Hohen als der Allerhöchste, mit Machthabern als der Mächtigste,
mit den Großen als der Unendliche, mit den Sündern als Hirt und Richter; und
so rede Ich mit Jedem nach seiner Art als ein unerreichbarer Gott, aber mit dem
Mich Liebenden in aller Demuth (seines Herzens) rede Ich als Vater, Mich wie
eine Braut zu ihm hinunterlassend von der Höhe aller unermeßlichen Höhen, als
Allerhöchster in all Meiner unendlichen Fülle. [PsG.03_004,04] Daher nur
noch eine kurze Zeit, da das Eisen (des eisernen Malers) zu Gold wird (zum Edlen
der Liebe), durch den werkthätigen Aufguß des lebendigen Wassers, als Beize
des Eisens zum Golde! Amen. Ich, der rechte und allein Wahre, Jesus Jehova
Immanuel, Sohn Davids, Amen, Amen, Amen! [PsG.03_004,05] Was den
frommen Wunsch betrifft, den schon seit lange hat der Maler, mehr im Kopf als in
der Brust und deren Eingewaiden, so sage Ich, daß Mir gar kein Bild, weder aus
Farbe, noch weniger als Holz, oder gar aus Metall oder Stein angenehm ist; denn
sehet: dieses Alles ist nichts als eine Materie und somit todt, so ihr Mich aber
bildlich darstellet in der Materie, so stellet ihr Mich im Tode dar, als ein
Wesen, ähnlich Meiner Haut=Außenform, das da oft schon ausgezogen hat den
Lebendigen aus euren Herzen und hat an dessen Stelle hingeheftet ein todtes Bild
Meiner Haut. [PsG.03_004,06] Daher sollet
ihr vielmehr trachten nach dem lebendigen Bilde Meiner Liebe und Meiner Gnade in
euren Herzen, als nach dem getreuen Abdruck Meiner Haut; gleich aber wie euer
Leben nicht in der Haut, sondern nur im Herzen wohnet, gleich also geht auch aus
Mir alles Leben nicht von Meiner Haut, sondern aus Meiner tiefsten Tiefe in euch
über, so wie naturmäßig alles Licht und alle Wärme der Sonne ausgehet aus
ihrem Zentrum, da ein kleiner Funke Meiner Gnade und Barmliebe ruhend wohnet.
Sehet - das ist die Wahrheit. - [PsG.03_004,07] So
ihr aber dennoch wohl wollet ein Bild Meiner Haut, so will ich es euch auch
geben, wie dem israelitischen Volke einen König. [PsG.03_004,08] Wehe jedoch
denjenigen, die es anzubeten sich unterstehen möchten! deren Seele wird matt
werden, und deren Geist wird Mein Leben schwerlich je mehr finden voll in sich.
Das ist aber die Gestalt Meiner Haut, und zwar die des Kopfes, als der Haare,
Augen, Nase, des Mundes, der Ohren, des Kinnes und Halses. [PsG.03_004,09] Der Kopf sei
10 Zoll hoch ohne die Haare, und 7 Zolle, da er ist am breitsten, ohne die
Haare; die Stirne habe 2/5 der ganzen Länge des Gesichts, und seien dann der
Nase 1 1/2 Fünftel und so von der Nase bis zum Ende des Kinnes ebenfalls 1 1/2
Fünftel gegeben; die Stirne sei eiförmig gebogen ohne Falten, in der Farbe
sehr licht, voll göttlicher Erhabenheit gegen die Haare, die da lichtgoldblond
sein sollen; die Augen sollen sein groß, blau die Iris, und die Pupille sehr
schwarz verhältnißmäßig zum Blau, die Winkel weiß und rein, die Wimpern
frisch, die Brauen stark und dunkelbraun; die Nase gerade und edel, weich und
nicht zu breit, auch nicht zu schmal; der Mund voll Würde und Anmuth,
halboffen, wie beim Reden eines Liebenden zu seiner Braut, nicht zu schmal, noch
zu weit, sondern gerecht, so die obere und so die Unterlippe, weich in den
Winkeln und sanft in der Mitte; ein etwas hervorstehendes Kinn, nicht zu breit,
noch zu enge, wohlgeschmückt mit einem etwas dunkler als die Haare gehaltenen
Barte, letzterer abgetheilt gerecht in der Mitte des Kinnes; der Bart soll sich
eitel wenig verlieren längs den beiden Kinnladen, und soll nicht mehr als 1/5
von der Wange einnehmen, so soll auch der Obermundbart sein gerecht, so daß
weder die Lippen noch die beiden Mundwinkel beeinträchtigt werden; das Ohr aber
soll sein genau nach dem Verhältnisse der Nase, und solle sein frei von Haaren,
welche hinter demselben eine Handbreit sanft gewellt über den Nacken fallen
sollen; der Hals aber sei mittellang, vollkommen, wie der einer Jungfrau. [PsG.03_004,10] Der Ausdruck
soll darstellen einen Bräutigam voll Liebe im wehmüthigen Anblicke seiner
ungetreuen Braut, ähnlich dem Abschiednehmenden mit dem liebevollsten Herzen,
mit einer Abschiedsthräne der so reinen und wahren Liebe, - - - angethan mit
einem himmelblauen israelitischen weiten Faltenrocke mit weißen fingerbreiten
Brämen, stehend, barfuß, die rechte Hand ausstreckend nach euch Sündern,
gleichsam sagend: "Kommet Alle zu Mir, die ihr mühselig und belastet seid,
Ich will euch erquicken!" und die linke auf's Herz legend, gleichsam
sagend: "Kinder, da ist der Weg des Lebens, da ist die Thüre zum Vater!
wer nicht da durchgeht, der kommt nicht zum Vater!"- - - [PsG.03_004,11] Dieses nun
genau beschriebene Bild solle stehen wie auf einem sanften Hügel, hinter dem
eine große Glorie aufgeht, zu Meiner rechten und linken Seite sollen sein zwei
große Pfeiler, geziert mit 2 feurigen Cherubim, und in der Mitte der Pfeiler
befinde sich eine Gebottafel, getragen von einem Seraph; von diesen zwei
Pfeilern ziehe sich eine starke Mauer fort; unter dem Hügel in der Ebene sollen
dargestellt sein mehrere Menschengruppen, von denen Wenige ihre Augen nach Mir
wenden, die Meisten aber sich abwendend von Mir stehen auf klein zerbrochenen
Gebottafeln; ganz im Winkel zur Linken befindet sich eine Rotte, Leitern an die
Mauern legend und selbe erstürmen wollend, während die Leitern viel zu kurz
und zu schwach sind, davon mehrere zerbrochene Stücke zeugen sollen. Hinter
Meinem Haupte zeigen sich ganz schwach -wie von lichtem Dunst umfangen - Theile
der neuen Stadt der Heiligkeit Gottes, die soeben herabzusteigen hat angefangen
vor euch! 1) [PsG.03_004,12] Sehet, das
ist dann ein vollkommenes Bild, wann es wird, wie Ich es getreu angegeben habe,
aber es wird schwer sein, dasselbe recht zu machen ohne Meine Gnade, wann es
aber der Maler, der eiserne 2), will machen aus reiner Liebe zu Mir, dann wird
die Gnade nicht unterwegs bleiben und das Bild wird in Erstaunen setzen Alle,
die es ansehen werden, wenn auch nur aus Vorwitz, und wird zerbrechen manch
steinern Herz, da es dann nicht sein wird ein bloses Bild, sondern als solches
ein inhaltschwerer Anfangsbuchstabe des neuen Jerusalems, und als solches auch
allein angesehen werden solle! Amen! Ich, Jesus, der wahre Christ, voll Liebe
und Weisheit! Amen! Amen! Amen. [PsG.03_004,11.FN] 1)
Nehmlich in den vorliegenden neuen Kundgaben der lauteren Wahrheit. [PsG.03_004,12.FN] 2) Wohl,
nur einer mit eisernem Liebe=Willen wird es machen können. |
Aktualisiert
am: 01.12.2008 Home